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Ferienarbeit: Was ist erlaubt?

Bild: © pixelio.de / S. Hofschlaeger
Aluminium kommt in vielen Bereichen unseres Lebens vor und steht im Verdacht dem Körper Schaden zuzufügen. (Bild: © pixelio.de / S. Hofschlaeger)

Bayerns Schüler genießen die Ferienzeit, Studenten freuen sich über ihre Semesterferien. Doch nicht jeder verreist, unternimmt Ausflüge mit Familie und Freunden oder lässt einfach die Seele baumeln. Einige nutzen die freie Zeit, um sich etwas dazu zu verdienen. Doch aufgepasst: Als Schüler hängt es von deinem Alter ab, welche Tätigkeiten du ausführen darfst.

Altersgrenzen: Ab wann darfst du was arbeiten?

Unter 13 Jahre – arbeiten verboten

Wer das 13. Lebensjahr noch nicht erreicht hat, darf in den Ferien nicht arbeiten. Laut dem Jugendarbeitsschutzgesetz ist das grundsätzlich verboten.

13 bis 15 Jahre – zwei Stunden Ferienarbeit pro Tag

Leichte Arbeiten wie Babysitten oder Zeitungen austragen sind erlaubt. Du darfst in den Ferien (und nur dann) pro Tag zwei Stunden arbeiten, fünf Tage die Woche. Außerdem müssen deine Eltern dem Ferienjob zustimmen.

Ab 15 Jahre – 40-Stunden-Wochen in den Ferien

Wenn du noch zur Schule gehst, darfst du insgesamt vier Wochen im Jahr arbeiten – und das auch nur zur Ferienzeit. Du kannst entweder vier Wochen am Stück arbeiten, oder sie auf verschiedene Ferien verteilen. Dabei sind nicht mehr als 40 Wochenstunden und acht Stunden Arbeit am Tag erlaubt.

Ab 16 Jahre – um 22 Uhr ist Schluss

Mit 16 Jahren darfst du theoretisch um 5 Uhr morgens mit der Arbeit beginnen, z.B. wenn du bei einem Bäcker aushilfst, oder bis 21 Uhr abends arbeiten. In der Gastronomie darf dein Arbeitstag auch bis 22 Uhr dauern. Eine weitere Ausnahme bildet die Ferienarbeit in der Landwirtschaft: Zur Erntezeit sind täglich neun statt acht Stunden Arbeit erlaubt.

Ab 18 Jahre – vom Ferienarbeiter zum Minijobber

Du bist volljährig? Dann darfst du bis zu 50 Tage im Jahr oder zwei Monate am Stück arbeiten. Arbeitest du mehr, wird das nicht mehr als Ferienjob, sondern als geringfügige Beschäftigung oder Minijob angesehen.

Was spricht für einen Ferienjob?

Es gibt viele Gründe für einen Ferienjob: Taschengeld aufbessern, sich Wünsche wie ein neues Computerspiel erfüllen, für den Führerschein sparen oder Geld für den Urlaub sammeln. Studenten haben in der vorlesungsfreien Zeit die Chance, sich ihr Studium zu finanzieren.
Neben den finanziellen Anreizen macht sich Ferienarbeit aber auch gut in deiner Bewerbung. Ein Ferienjob zeigt, dass du unabhängig sein möchtest, bereits erste Erfahrungen in der Arbeitswelt gesammelt und Verantwortungsbewusstsein bewiesen hast. Das gibt Pluspunkte bei späteren Bewerbungen um einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz.

Was gilt generell für Ferienarbeit?

Grundsätzlich darf die Ferienarbeit deine Gesundheit nicht gefährden. Du darfst weder Lärm, noch bedenklichen Stoffe, starker Hitze oder Kälte ausgesetzt sein. Arbeit an Samstagen und Sonntagen ist für Jugendliche verboten. Ausnahmen: Samstags in Krankenhäusern, Bäckereien oder Supermärkten, sonntags in Krankenhäusern und Gaststätten. Außerdem brauchst du für alle Ferienjobs die Zustimmung deiner Eltern, solange du nicht volljährig bist .

Wie findest du einen Ferienjob?

Vor allem kurz vor den Sommerferien findest du oft Inserate in Zeitungen oder Stellenangebote im Internet. Eine gute Anlaufstelle ist außerdem die  Agentur für Arbeit. Es lohnt sich, auch bei Verwandten oder Nachbarn nachzufragen. Oft weiß jemand, dass seine Arbeitsstelle Ferienarbeiter sucht oder braucht selbst einen Babysitter. Oder du fragst selbst bei naheliegenden Unternehmen nach. Vielleicht hast du Glück und sie können einen Ferienarbeiter gebrauchen.


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