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Krebs: Was ist da los, im Körper?

Bild: © Sebastian_Kaulitzki / panthermedia.net
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Der menschliche Körper besteht aus Zellen, beispielsweise Haut-, Muskel- oder Gehirnzellen. Bei einem erwachsenen Mensch sind es rund 100.000.000.000.000 Zellen, das sind 100 Billionen. Zellen sind unvorstellbar klein, durchschnittlich sind sie nur etwa 40 Tausendstel Millimeter groß. Würdest du alle Zellen aneinander reihen, würde die Zellenkette einhundert Mal die Erde umspannen. Jede Zelle hat eine bestimmte Aufgabe – Blutkörperchen beispielsweise transportieren Sauerstoff im Körper.

Es ist ganz normal, dass Zellen absterben und neue gebildet werden. Allerdings kann es vorkommen, dass Zellen erkranken, sie ihre Aufgaben nicht mehr erledigen können und sich stattdessen unkontrolliert vermehren. Das entstandene Gewebe heißt Tumor. Das Wort Tumor kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Geschwulst oder Anschwellung. Da sich kranke Tumorzellen immer weiter vermehren und wachsen, können sie gesundes Gewebe verdrängen und/oder kaputt machen. Gutartige Tumore verdrängen das umliegende Gewebe. Bösartige Tumore wachsen in benachbartes Gewebe ein und so können sich bösartige Zellen im ganzen Körper verteilen. Beispielsweise können sie über die Blut- oder Lymphbahnen transportiert werden und sich an einer anderen Stelle im Körper weiter ausbreiten. Mediziner sagen dazu, der Krebs habe gestreut. Die neuen Geschwülste heißen Tochtergeschwülste oder Metastasen.

Krebs kann verschiedene Ursachen haben, beispielswiese eine genetische Veranlagung oder er wird durch bestimmte Verhaltens- oder Lebensweisen begünstigt, beispielsweise Tabakrauch, Gifte von Schimmelpilzen, bestimmte Viren, radioaktive Strahlung oder die UV-Strahlung der Sonne.

Krebs braucht eine auf Patient und Tumor abgestimmte Behandlung

Zuerst untersucht ein Arzt, ob der Betroffene an Krebs erkrankt ist oder die Beschwerden von einer anderen Krankheit verursacht werden. So untersucht er beispielsweise das Blut, macht einen Ultraschall, entnimmt ein Stück Tumorgewebe und untersucht es unter dem Mikroskop oder er macht Röntgenaufnahmen von den vermutlich betroffenen Körperteilen.

Hat der Arzt eindeutig festgestellt, dass der Patient an Krebs erkrankt ist, gibt es eine Vielzahl verschiedener Behandlungen. Schließlich ist jede Art von Tumor anders und natürlich sind auch wir Menschen nicht alle gleich. Das heißt: Die Krankheit kann sich bei jedem Menschen unterschiedlich auswirken. Daher braucht jeder Patient eine Behandlung, die zu seiner persönlichen Situation passt.

Eine bekannte Therapie ist die Chemotherapie. Dabei bekommt der Patient meist über mehrere Therapieblöcke Zytostatika. Das sind Medikamente, die die erkrankten Zellen an einer unkontrollierten Teilung hindern und sie zum Absterben bringen sollen. Das Problem: Die Medikamente greifen nicht nur die Krebszellen an, sondern auch sich schnell regenerierendes gesundes Gewebe. Dazu gehören zum Beispiel die Haut, die blutbildenden Zellen im Knochenmark, Schleimhäute und die Haare. Und das ist wiederum der Grund, warum einigen Chemotherapie-Patienten während der Behandlung die Haare ausfallen.

Krebs ist eine sehr ernstzunehmende Krankheit und ein großer Einschnitt im Leben der Betroffenen, der Angehörigen und der Freunde. Falls dir Fragen im Kopf herumschwirren oder du einen Betroffenen kennst, sprich am besten mit deinen Eltern oder einer anderen Person, der du vertraust.

Weitere Infos zum Thema Krebs findest du auf folgenden Internetseiten:


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