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Das Weihnachtsgewürz Zimt: warm und würzig

Bild: © Björn Chilian
Bild: © Björn Chilian

Zimt wurde laut verschiedener geschichtlicher Quellen bereits 3.000 vor Christus in China zum Würzen verwendet. Heute ist Zimt ein wichtiger Bestandteil der deutschen Weihnachtsbäckerei und spielt unter anderem bei der Zubereitung von Süßspeisen eine wichtige Rolle oder findet sich in traditionellen Weihnachtsgetränken, wie zum Beispiel Tee, Punsch oder Likör. Außerhalb Europas ist die Verwendung von Zimt für den einen oder anderen Deutschen eher ungewohnt. Statt auf Pfannkuchen oder Milchreis wird das braune Pulver unter anderem zum Würzen von Fleisch oder anderen herzhaften Gerichten verwendet.

Zimt: Woher kommt das Weihnachtsgewürz?

Zimt wird aus der Innenrinde des Zimtbaumes gewonnen, der unter anderem auf Plantagen angebaut wird. Die Bäume können bis zu 200 Jahre alt werden und zehn bis zwanzig Meter hoch wachsen. Drei Jahre braucht es, bis der Bauer das erste Mal Zimt ernten kann. Dazu löst er zuerst die äußere Korkschicht des Baumes ab, schneidet die weiche Rinde ein und entfernt sie vorsichtig vom Ast. Anschließend legt er die Schichten übereinander zum Trocknen. Dabei rollen sie sich zu den bekannten Zimtstangen zusammen, die du im Geschäft kaufen kannst.

Übrigens: Traditionell wird Zimt nach der Regenzeit geerntet. Dann ist die Rinde frisch und feucht und lässt sich leichter vom Stamm abziehen.

Zimt: Stangen oder Pulver

Zimt gibt es als Stangen oder Pulver sowie in Blütenform. Ursprünglich stammt das Gewürz aus Ceylon, dem heutigen Sri Lanka. Die Insel ist bis heute der Hauptlieferant des Ceylon-Zimts, der vor allem in Form von Zimtstangen verkauft wird. Eine andere Sorte ist der Cassia-Zimt. Er stammt in der Regel aus China oder Indonesien und wird meist als Pulver verkauft. Beide Zimtarten unterscheiden sich nicht nur in der Herkunft, sondern auch in ihren Inhaltsstoffen und ihrem Geschmack. Cassia-Zimt ist im Aroma und Geschmack kräftiger als Ceylon-Zimt.

Risiken und Nebenwirkungen: Zimt in der Medizin

Das weihnachtliche Gewürz wird nicht nur zum Kochen und Backen verwendet, sondern auch in der traditionellen Heilkunde. Seine wertvollen Inhaltsstoffe und seine antibakterielle Wirkung machen Zimt zu einem beliebten Hausmittel. Das Gewürz soll bei Appetitlosigkeit helfen, den Kreislauf ankurbeln und als Umschlag sogar Gelenkschmerzen lindern. Mittlerweile gibt es auch einige Studien, die zeigen, dass Zimt den Zuckerwert in unserem Blut tatsächlich senken kann und somit vor allem für Menschen mit Diabetes geeignet ist.

Kurios: Zimt gibt es nicht nur als Pulver oder Stangen zum Essen oder Trinken, sondern auch für die Füße, in Form von Zimtsohlen oder Sandalen. Laut der Hersteller sollen sie für wohlriechende Füße sorgen, gegen Schweiß helfen und gleichzeitig die Beine entspannen.

Doch Zimt hat nicht nur Vorteile, sondern kann auch schwerwiegende Nebenwirkungen auslösen. Hauptverantwortlicher ist dabei der Inhaltsstoff Cumarin, der vor allem in billigerem Cassia-Zimt vorkommt. Cumarin ist ein natürlicher Aromastoff, der in großen Mengen gefährlich werden kann. So kann er überdosiert bei empfindlichen Menschen zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen führen. Deswegen warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) davor, zu viel Zimt zu essen. Das Institut empfiehlt eine tolerierbare Dosis (TDI-Wert) von 0,1 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Umgerechnet bedeutet das: Kleinkinder mit einem Körpergewicht von 15 Kilogramm dürfen täglich bis zu sechs kleine Zimtsterne oder 100 Gramm Lebkuchen essen. Wer auf seinen geliebten Zimt nicht verzichten möchte, sollte lieber Ceylon-Zimt verwenden. Denn er enthält im Vergleich weniger Cumarin.


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